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Etappe 9 Bratulići - Pula

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75km, nicht so hügelig, heiß ☀️

Ca. 10 km auf der Bundesstraße nach Pula runterrollen. Zum Glück noch wenig Verkehr. Dann auf kleineren Straßen über Valtura und Šišan zum Naturschutzgebiet Kamenjak. Schön dort, aber komische Tourismus-Camping-Industrie und Radwege eher für Mountainbikes.

Verkehr in Pula ziemlich anstrengend für ungeübte Radfahrer. Unterkunftssuche problemlos: Internet gucken, kurz vor Ort checken, anrufen. Fünf Minuten später kommt eine Art Wohnungsverwalter angerollt und regelt alles.

Pula hat ein paar interessante Attraktionen, dementsprechend ist die Altstadt klar touristisch geprägt. Eine Werft und ein kleiner Industriehafen grenzen direkt an.

Ich habe im Büro der Venezia Lines vorbeigeschaut und mir von den Mädels versichern lassen, dass morgen alles gut wird. Mein Fahrrad wird wohl irgendwie als Gepäck verstaut werden. Ich soll nur bis spätestens 7 Uhr dort sein, weil das Schiff offenbar gut ausgebucht ist.

Etappe 8 Pazin - Bratulići

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94 km, leicht hügelig, Asphalt 90%, Sonne, 25°C

Frühstück gibt's hier nicht. Also einen Espresso ☕ in einer der gefühlt drölf Kaffee-Bars in Pazin trinken und dann in der Bäckerei ein Teilchen 🍰 (Mohn-Börek, sehr lecker) holen. Die Supermärkte haben hier sonntags bis Mittag geöffnet.

Zum Aufwärmen geht es von Pazin erstmal auf den südlichen Hügel. Dann langsam weiter Richtung Ravinj. Ich schaue ein bisschen auf den "Limski-Kanal", drehe aber nördlich von Ravinj Richtung Osten. Das istrische Postkarten-Städtchen reizt mich nicht so sehr. Über Bale geht es leicht bergab in mein Zielgebiet. Ich fahre nach Rakalj, um den Panorama-Blick 🏞️ über die Bucht zu genießen, dann zur Herberge  . Die Hügel sind in dieser Ecke viel flacher als um Pazin herum, nichtsdestotrotz gibt es einige zu überqueren.

Heute ca. zehn Rennradfahrer 🚴 und eine Vierergruppe Ösis 🇦🇹 mit Elektro-Mountainbikes getroffen.

Morgen will ich ein Naturschutzgebiet im Süden durchfahren und dann zeitig in Pula ankommen. Dort gibt es wohl ein paar touristische Attraktionen.

 

Etappe 7 Labin - Pazin

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93 km, hügelig, asphaltiert, meist sonnig, 25°C

Nach einer kurzen Runde über den Labiner "Hügel" fahre ich runter ins Tal, um nach Gračišće auf dem westlicheren Hügel hochzufahren. Das war anstrengend.

Anschließend noch eine Runde durch das istrische Hinterland. Passable, hügelige  Straße, alle 3-4 Kilometer ein kleines Dörfchen. Man sieht nicht viele Menschen. Sehr kleine Äcker mit Kartoffeln, Zwiebeln und anderem Gemüse.

In Svetvinčenat zwei Radler gesehen, sonst keine weitere Sichtung. Diese Ecke ist wohl eher bei Auto- und Motorradfahrern beliebt.

Pazin ist eine "größere" Ortschaft mit super Burg, historischer Altstadt und einem unterirdischen Fluss. Es gibt aber auch viele Neubauten. Bis jetzt der am wenigsten touristisch geprägte Ort, an dem ich Station mache.

Unterkunft in einem einfachen Zimmer in einer Pension mit Blick auf die Kirche. Kurs 150 Kunar, das sind ca. 22€.

Etappe 6 Poreč - Labin

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92 km, sehr hügelig, heiter, um die 20°C

Super-Fahrradtag durchs istrische Hinterland. Geradeaus und eben können die hier irgendwie nicht. Viele Abschnitte auf wenig befahrenen Autostraßen, die Abschnitte auf den Bundesstraßen sind eher nervig, weil viel Verkehr. Der ist beim Hochkraxeln und Runterrollen hinderlich. Ich freue mich, diesen Tag nicht die rote Lehmpiste fahren zu müssen.

Starke Landschaft, hauptsächlich Wein und Öl, zwischendurch auch Getreide. Viel Brachland.

Nach Rapac bin ich nicht mehr runtergefahren. Dort hätte ich wohl nur für einen dreistelligen Betrag in einer der Bettenburgen absteigen können. Morgen hätte ich wieder aus der Bucht hochradeln müssen. Labin liegt etwas oberhalb und ich bin in einem Tip-Top-Zimmer für einen guten Kurs direkt in der Altstadt untergebracht. Diese ist, im Gegensatz zu Grošnjan, noch "normal" bewohnt.

Der Plan

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Meine Fähre nach Italien geht erst am 4.6. ab Pula, ich habe also noch viel Zeit, um Istrien zu erkunden. Die Westküste ist wohl ziemlich touristisch verdorben, die Ostküste hingegen soll sehr schön sein (sagen Damir G. und der Barkeeper in Poreč). Ich werde versuchen, mich durch das hügelige Inland nach Opatija durchzuschlagen. Es kann sein, dass das für einen Schlag zu weit ist. Dann muss ich in Pazin Quartier machen

Etappe 5 Grožnjan - Poreč

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69 km, hügelig, vereinzelte Tropfen, 15-22 °C

Die Parenzana-Strecke ist wirklich fantastisch. Man fährt durch die Natur, schlängelt sich langsam an den Hügeln hoch und genießt immer wieder tolle Ausblicke. Richtig gut.

Der Anstieg nach Vižinada war nicht sooo schlimm, weil der Belag ein bisschen besser wurde (20 km auf OK'em Schotter). Allerdings war ein Stückchen weiter der rote Lehm in der Region von Višnjan doch zu viel für mein Schutzblech, weil immer wieder Brocken davon am Reifen hingenblieben und den Bereich zwischen Reifen und Schutzblech "verklebten". Das kostet nicht nur Kraft, sondern führte auch dazu, dass sich das Schutzblech von den Drahtstreben löste und umklappte. Habe ich wieder fixieren können. Nach dem Ritt war jedenfalls erstmal eine Fahrrad-Dusche angesagt...

Auf der Strecke habe ich bei Motovun 2 Radler getroffen, dann erst wieder Ausflugsradler kurz vor Poreč. Mountainbike fahren scheint hier auch eine beliebte Touristenaktivität zu sein.

Bei der Fahrt durchs Gewerbegebiet entdeckte ich ein Schild zu einer lokalen Kleinbrauerei ("Bura Brew"). Ich habe dort geklingelt und vom Braumeister zwei Biere gekauft.

Etappe 4 Triest - Grožnjan

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85 km, eher flach, ab Grenze Kroatien Anstieg, bedeckt, zum Ende hin Nieselregen, 15°C

Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat, hört es um 8 Uhr auf einmal auf und fängt bis 15 Uhr auch nicht mehr an. Hurra!

Der Weg aus Triest heraus ist ein bisschen mühselig, weil die Beschilderung fehlt und die Route auf einer Haupt-Ausfallstraße verläuft. Aber alles kein Problem.

Spätestens in Slowenien richtig schöner, asphaltierter Radweg. Nachdem man ein bisschen über die Hügel gecruist ist (toll!), landet man auf dem Fahrrad-Küsten-Highway (siehe Foto).

Während zwischen Italien und Slowenien nur ein kleines Schild die Landesgrenze markiert, gibt es nach Kroatien eine ordentliche Grenzstation. Ich stelle mich ein bisschen dusselig an und werde von den Jungs ein bisschen angeschnauzt. Naja, es gab halt nur Spuren für Autos und Bus/LKW. Als Fahrradfahrer ist man doch frei und kann sich ein bisschen durchlavieren... Pustekuchen!

Ab Grenze ist der Weg nicht mehr asphaltiert, grober Schotter wechselt sich mit nassem Ton ab; beides nicht so das natürliche Habitat meiner Mühle. Z.T. führt der Weg spektaktulär an einem Kap entlang, manchmal ist es aber auch nur eine Dreckpiste neben der neu gemachten Autostraße. Ich erreiche Groznjan rechtzeitig bevor es richtig zu regnen beginnt. Interessantes Dörfchen mit toller Aussicht, voll auf Ausflugtouristen eingestellt, aber zumindest heute nicht allzu sehr Disneyland. Unterkunft in Privatpension (was Anderes scheint es auch nicht zu geben).

 

Etappe 3 Monfalcone - Triest

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40km, flach bis auf ein paar "Wellen", Dauerregen

Die Küstenstraße zwischen Monfalcone ist im ersten Abschnitt nicht so toll: eine typische SS, die durch die Vororte von Monfalcone führt, Zubringer zur Autobahn. Im zweiten Abschnitt ist die Straße spektakulär und außerdem tendenziell leicht abschüssig. Bei schönem Wetter könnte ich diese Straße vielleicht noch mehr genießen. Ich treffe zwei Tourenradler, die sich auch nicht haben abschrecken lassen.

Jetzt mache ich Sightseeing in Triest, das mich schon bei der Einfahrt beeindruckt: Grandiose Paläste, ein alter Hafen, eine Burg, die kilometerlange Uferpromenade...

Die Klamotten habe ich zum Trocknen aufgehängt.

Etappe 2 Latisana - Monfalcone

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96 km alles flach, Dauerregen . Die Schönwetter-Radler vom Giro d'Italia machen heute Pause, während ich die Mühle durch die österreichischen Mittelmeer-Regionen prügle.

Es regnet mal mehr mal weniger, trotzdem macht die Fahrt Spaß, mit Ausnahme einer kurzen Schlammschlacht. Ich hatte mir vor der Fahrt neue Schuhe mit Goretex-Membaran gekauft. Die haben zumindest vier Stunden gehalten. Erwins rote Regenjacke sieht zwar schick aus, hält aber nicht so viel Regen ab.

Ich fahre fast ausschließlich auf Radwegen, u.a. ein spektakuläres Stück zwischen Cervignano und Grado auf dem Alpe-Adria-Weg. Ab Grado geht der Weg durch ein größeres Naturschutzgebiet mit interessanten Vögeln. Dann feht's weiter zum Isonzo und schließlich nach Monfalcone.

Mein Hotel liegt direkt neben der großen Werft im Stadtteil Panzano. Interesante Arbeitersiedlung, die offenbar immer noch ziemlich intakt ist. Ansonsten fallen die vielen asiatischen Menschen im Stadtbild auf, die auch bei der Werft arbeiten (Bengalen?).

Etappe 1 Venedig - Latisana

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148 km, alles flach. Wetter zum Teil bewölkt, bisschen schwül bei Temperaturen um 25°C

Nach dem wirklich stressigen und nervigen Start ging es ab Jesolo besser. Zum Schluss hatte ich wieder ein paar Kilometer auf einer Strada Statale, der Verkehr war aber ruhiger. Es gibt z.T. ausgeschilderte Radwege, denen ich versuche zu folgen. Einer davon führt über eine Straße, die zwar offiziell noch Autostraße ist, wo aber keiner lang fährt, weil es eine leistungsfähigere Straße parallel dazu gibt

Der Weg führt mich häufig entlang von Kanälen. Das Wassermanagement in der gesamten Region muss ziemlich ausgeklügelt sein, es gibt auch alle paar hundert Meter eine alte Pumpenstation (Foto kommt). Große Felder, z. T. brach liegend, helle Erde. Anbau von Getreide, Wein, Reis. An den Kanälen oder an kleineren Flüssen habe ich häufiger riesige Netzkonstruktionen gesehen, die wohl dem Fischfang dienen.

Unterkunft in einem Agriturismo in der Nähe von Latisana. Schönes Zimmer, preiswert, aber freilich etwas ab vom Schuss.