So einen Fußboden soll mein Vermieter auch mal verlegen lassen!
Ankunft zu Hause 🏠 in Düsseldorf. Bahnfahrt war an sich OK, aber jetzt reicht's auch.
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133 km, flach, meist Asphalt aber auch ein paar Feldwege, schwül 25°C
Die Ostigliana wird immer besser. Wochentags wird sie wohl gerne für Alltagsverkehr und den Morgenspaziergang genutzt. Das finde ich gut. Allerdings gibt es viele Straßenquerungen mit obligatorischen Sperren.
Irgendwo bei Longare biege ich Richtung Süden ab, auf einen schönen Radweg, der zwar durch Industriegebiete führt, aber dafür mindestens 20 Meter von der Landstraße weg ist. Über Sossano geht's dann Richtung Westen. Das ist auch keine "schöne" Ecke, aber mit vielen kleinen Betrieben und größeren Bauernhöfen. Schließlich in der Nähe der Etsch nach Verona, inklusive Extrarunde über den Marco-Pantani-Radweg.
Gelato 🍦 in Belfiore. Dann gibt's den Endspurt an der Etsch.
Mittagspause in Sossano. Dort gibt es sogar ein "velodromo", in dem ich noch ein paar Runden drehen könnte...
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43 km, flach, schwül
Es klappt eigentlich alles wie am Schnürchen. Zwar ist die Wartezeit in Pula nervig, aber die Passage ist gut und die Einfahrt nach Venedig spektakulär. Dort angekommen dauert es fast eine halbe Stunde, bis ich durch die Grenzkontrolle 🛃 bin. Während wir in der Schlange warten, quatsche ich mit einer schwäbischen Radlergruppe, die ab Brixen Alpe-Adria und Parenzana gefahren ist (mit Elektro-Mountainbikes). Guter O-Ton: "Da wählt man grün, und dann wird der Weg durch den Wald 🌳 asphaltiert."
In Venedig kommeich halbwegs legal und einfach zum Bahnhof, wo ich mich in einen Zug 🚃 nach Treviso setze. Treviso macht einen guten Eindruck: Viele gut erhaltene Monumente, Kirchen und Villen. Die Altstadt wirkt nicht so eingezwängt und sehr lebendig. Es sind viele Radfahrer unterwegs.
Die Pista Ciclabile Treviso-Ostiglia ist ein grüner Tunnel, der schnurgerade verläuft, z.T. auf Schotter, später auf Asphalt. Man muss ab und zu abbiegen, um die Sehenswürdigkeiten zu würdigen (z.B. Rotonda in Badoere). Die Region lebt zwar, man merkt aber auch, dass sie kein "Power House" in Italien ist. Mein Etappenziel Camposampiere scheint vor allem von der Gesundheitsindustrie zu leben (es gibt ein riesiges Krankenhaus 🏥 und mehrere Altersheime). Mit Projekten wie dem Radweg möchte man ein kleines Pflänzchen für nachhaltigen Tourismus setzen. Die Region wird es aber gegen andere Kandidaten schwer haben: Es gibt keinen Strand, die Auenlandschaft ist eher langweilig und mückenverseucht, es gibt wenige Kulturdenkmäler mit Weltruhm.
Meine Unterkunft finde ich mit Hilfe der traditionellen Methode: Touri-Info ansteuern, der netten Dame mein Anliegen schildern, ein bisschen Small Talk halten und mit der passenden Adresse zum Quartier, heute eine "Locanda", in der auch der lokale Juve- Fan-Stammtisch ⚽ tagt.
Abendessen in der Herberge, die eine beliebte Pizzeria ist. Ich bestelle eine Pizza 🍕 mit frischem Spargel und wundere mich darüber, dass ich tatsächlich eine Pizza mit frischem, weißen Spargel bekomme, der laut Chef auch regional sein soll. Es gibt in diesem "Kaff" auch eine Craft-Beer-Kneipe, die jedoch leider kaum Biere 🍺 Italienischer Brauereien führt, schade.
Ankunft im mir völlig unbekannten, aber gar nicht so kleinem Camposampiero. Unterkunft in urigem Wirtshaus.