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Etappe 11 Camposampiere - Verona

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133 km, flach, meist Asphalt aber auch ein paar Feldwege, schwül 25°C

Die Ostigliana wird immer besser. Wochentags wird sie wohl gerne für Alltagsverkehr und den Morgenspaziergang genutzt. Das finde ich gut. Allerdings gibt es viele Straßenquerungen mit obligatorischen Sperren.

Irgendwo bei Longare biege ich Richtung Süden ab, auf einen schönen Radweg, der zwar durch Industriegebiete führt, aber dafür mindestens 20 Meter von der Landstraße weg ist. Über Sossano geht's dann Richtung Westen. Das ist auch keine "schöne" Ecke, aber mit vielen kleinen Betrieben und größeren Bauernhöfen. Schließlich in der Nähe der Etsch nach Verona, inklusive Extrarunde über den Marco-Pantani-Radweg.

 

 

Etappe 10 Pula - Camposampiere

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43 km, flach, schwül

Es klappt eigentlich alles wie am Schnürchen. Zwar ist die Wartezeit in Pula nervig, aber die Passage ist gut und die Einfahrt nach Venedig spektakulär. Dort angekommen dauert es fast eine halbe Stunde, bis ich durch die Grenzkontrolle 🛃 bin. Während wir in der Schlange warten, quatsche ich mit  einer schwäbischen Radlergruppe, die ab Brixen Alpe-Adria und Parenzana gefahren ist (mit Elektro-Mountainbikes). Guter O-Ton: "Da wählt man grün, und dann wird der Weg durch den Wald 🌳 asphaltiert."

In Venedig kommeich halbwegs legal und einfach zum Bahnhof, wo ich mich in einen Zug 🚃 nach Treviso setze. Treviso macht einen guten Eindruck: Viele gut erhaltene Monumente, Kirchen und Villen. Die Altstadt wirkt nicht so eingezwängt und sehr lebendig. Es sind viele Radfahrer unterwegs.

Die Pista Ciclabile Treviso-Ostiglia ist ein grüner Tunnel, der schnurgerade verläuft, z.T. auf Schotter, später auf Asphalt. Man muss ab und zu abbiegen, um die Sehenswürdigkeiten zu würdigen (z.B. Rotonda in Badoere). Die Region lebt zwar, man merkt aber auch, dass sie kein "Power House" in Italien ist. Mein Etappenziel Camposampiere scheint vor allem von der Gesundheitsindustrie zu leben (es gibt ein riesiges Krankenhaus 🏥 und mehrere Altersheime). Mit Projekten wie dem Radweg möchte man ein kleines Pflänzchen für nachhaltigen Tourismus setzen. Die Region wird es aber gegen andere Kandidaten schwer haben: Es gibt keinen Strand, die Auenlandschaft ist eher langweilig und mückenverseucht, es gibt wenige Kulturdenkmäler mit Weltruhm.

Meine Unterkunft finde ich mit Hilfe der traditionellen Methode: Touri-Info ansteuern, der netten Dame mein Anliegen schildern, ein bisschen Small Talk halten und mit der passenden Adresse zum Quartier, heute eine "Locanda", in der auch der lokale Juve- Fan-Stammtisch ⚽ tagt.

Abendessen in der Herberge, die eine beliebte Pizzeria ist. Ich bestelle eine Pizza 🍕 mit frischem Spargel und wundere mich darüber, dass ich tatsächlich eine Pizza mit frischem, weißen Spargel bekomme, der laut Chef auch regional sein soll. Es gibt in diesem "Kaff" auch eine Craft-Beer-Kneipe, die jedoch leider kaum Biere 🍺 Italienischer Brauereien führt, schade.

 

Etappe 9 Bratulići - Pula

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75km, nicht so hügelig, heiß ☀️

Ca. 10 km auf der Bundesstraße nach Pula runterrollen. Zum Glück noch wenig Verkehr. Dann auf kleineren Straßen über Valtura und Šišan zum Naturschutzgebiet Kamenjak. Schön dort, aber komische Tourismus-Camping-Industrie und Radwege eher für Mountainbikes.

Verkehr in Pula ziemlich anstrengend für ungeübte Radfahrer. Unterkunftssuche problemlos: Internet gucken, kurz vor Ort checken, anrufen. Fünf Minuten später kommt eine Art Wohnungsverwalter angerollt und regelt alles.

Pula hat ein paar interessante Attraktionen, dementsprechend ist die Altstadt klar touristisch geprägt. Eine Werft und ein kleiner Industriehafen grenzen direkt an.

Ich habe im Büro der Venezia Lines vorbeigeschaut und mir von den Mädels versichern lassen, dass morgen alles gut wird. Mein Fahrrad wird wohl irgendwie als Gepäck verstaut werden. Ich soll nur bis spätestens 7 Uhr dort sein, weil das Schiff offenbar gut ausgebucht ist.

Etappe 8 Pazin - Bratulići

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94 km, leicht hügelig, Asphalt 90%, Sonne, 25°C

Frühstück gibt's hier nicht. Also einen Espresso ☕ in einer der gefühlt drölf Kaffee-Bars in Pazin trinken und dann in der Bäckerei ein Teilchen 🍰 (Mohn-Börek, sehr lecker) holen. Die Supermärkte haben hier sonntags bis Mittag geöffnet.

Zum Aufwärmen geht es von Pazin erstmal auf den südlichen Hügel. Dann langsam weiter Richtung Ravinj. Ich schaue ein bisschen auf den "Limski-Kanal", drehe aber nördlich von Ravinj Richtung Osten. Das istrische Postkarten-Städtchen reizt mich nicht so sehr. Über Bale geht es leicht bergab in mein Zielgebiet. Ich fahre nach Rakalj, um den Panorama-Blick 🏞️ über die Bucht zu genießen, dann zur Herberge  . Die Hügel sind in dieser Ecke viel flacher als um Pazin herum, nichtsdestotrotz gibt es einige zu überqueren.

Heute ca. zehn Rennradfahrer 🚴 und eine Vierergruppe Ösis 🇦🇹 mit Elektro-Mountainbikes getroffen.

Morgen will ich ein Naturschutzgebiet im Süden durchfahren und dann zeitig in Pula ankommen. Dort gibt es wohl ein paar touristische Attraktionen.

 

Etappe 7 Labin - Pazin

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93 km, hügelig, asphaltiert, meist sonnig, 25°C

Nach einer kurzen Runde über den Labiner "Hügel" fahre ich runter ins Tal, um nach Gračišće auf dem westlicheren Hügel hochzufahren. Das war anstrengend.

Anschließend noch eine Runde durch das istrische Hinterland. Passable, hügelige  Straße, alle 3-4 Kilometer ein kleines Dörfchen. Man sieht nicht viele Menschen. Sehr kleine Äcker mit Kartoffeln, Zwiebeln und anderem Gemüse.

In Svetvinčenat zwei Radler gesehen, sonst keine weitere Sichtung. Diese Ecke ist wohl eher bei Auto- und Motorradfahrern beliebt.

Pazin ist eine "größere" Ortschaft mit super Burg, historischer Altstadt und einem unterirdischen Fluss. Es gibt aber auch viele Neubauten. Bis jetzt der am wenigsten touristisch geprägte Ort, an dem ich Station mache.

Unterkunft in einem einfachen Zimmer in einer Pension mit Blick auf die Kirche. Kurs 150 Kunar, das sind ca. 22€.

Etappe 6 Poreč - Labin

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92 km, sehr hügelig, heiter, um die 20°C

Super-Fahrradtag durchs istrische Hinterland. Geradeaus und eben können die hier irgendwie nicht. Viele Abschnitte auf wenig befahrenen Autostraßen, die Abschnitte auf den Bundesstraßen sind eher nervig, weil viel Verkehr. Der ist beim Hochkraxeln und Runterrollen hinderlich. Ich freue mich, diesen Tag nicht die rote Lehmpiste fahren zu müssen.

Starke Landschaft, hauptsächlich Wein und Öl, zwischendurch auch Getreide. Viel Brachland.

Nach Rapac bin ich nicht mehr runtergefahren. Dort hätte ich wohl nur für einen dreistelligen Betrag in einer der Bettenburgen absteigen können. Morgen hätte ich wieder aus der Bucht hochradeln müssen. Labin liegt etwas oberhalb und ich bin in einem Tip-Top-Zimmer für einen guten Kurs direkt in der Altstadt untergebracht. Diese ist, im Gegensatz zu Grošnjan, noch "normal" bewohnt.

Der Plan

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Meine Fähre nach Italien geht erst am 4.6. ab Pula, ich habe also noch viel Zeit, um Istrien zu erkunden. Die Westküste ist wohl ziemlich touristisch verdorben, die Ostküste hingegen soll sehr schön sein (sagen Damir G. und der Barkeeper in Poreč). Ich werde versuchen, mich durch das hügelige Inland nach Opatija durchzuschlagen. Es kann sein, dass das für einen Schlag zu weit ist. Dann muss ich in Pazin Quartier machen

Etappe 5 Grožnjan - Poreč

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69 km, hügelig, vereinzelte Tropfen, 15-22 °C

Die Parenzana-Strecke ist wirklich fantastisch. Man fährt durch die Natur, schlängelt sich langsam an den Hügeln hoch und genießt immer wieder tolle Ausblicke. Richtig gut.

Der Anstieg nach Vižinada war nicht sooo schlimm, weil der Belag ein bisschen besser wurde (20 km auf OK'em Schotter). Allerdings war ein Stückchen weiter der rote Lehm in der Region von Višnjan doch zu viel für mein Schutzblech, weil immer wieder Brocken davon am Reifen hingenblieben und den Bereich zwischen Reifen und Schutzblech "verklebten". Das kostet nicht nur Kraft, sondern führte auch dazu, dass sich das Schutzblech von den Drahtstreben löste und umklappte. Habe ich wieder fixieren können. Nach dem Ritt war jedenfalls erstmal eine Fahrrad-Dusche angesagt...

Auf der Strecke habe ich bei Motovun 2 Radler getroffen, dann erst wieder Ausflugsradler kurz vor Poreč. Mountainbike fahren scheint hier auch eine beliebte Touristenaktivität zu sein.

Bei der Fahrt durchs Gewerbegebiet entdeckte ich ein Schild zu einer lokalen Kleinbrauerei ("Bura Brew"). Ich habe dort geklingelt und vom Braumeister zwei Biere gekauft.

Etappe 4 Triest - Grožnjan

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85 km, eher flach, ab Grenze Kroatien Anstieg, bedeckt, zum Ende hin Nieselregen, 15°C

Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat, hört es um 8 Uhr auf einmal auf und fängt bis 15 Uhr auch nicht mehr an. Hurra!

Der Weg aus Triest heraus ist ein bisschen mühselig, weil die Beschilderung fehlt und die Route auf einer Haupt-Ausfallstraße verläuft. Aber alles kein Problem.

Spätestens in Slowenien richtig schöner, asphaltierter Radweg. Nachdem man ein bisschen über die Hügel gecruist ist (toll!), landet man auf dem Fahrrad-Küsten-Highway (siehe Foto).

Während zwischen Italien und Slowenien nur ein kleines Schild die Landesgrenze markiert, gibt es nach Kroatien eine ordentliche Grenzstation. Ich stelle mich ein bisschen dusselig an und werde von den Jungs ein bisschen angeschnauzt. Naja, es gab halt nur Spuren für Autos und Bus/LKW. Als Fahrradfahrer ist man doch frei und kann sich ein bisschen durchlavieren... Pustekuchen!

Ab Grenze ist der Weg nicht mehr asphaltiert, grober Schotter wechselt sich mit nassem Ton ab; beides nicht so das natürliche Habitat meiner Mühle. Z.T. führt der Weg spektaktulär an einem Kap entlang, manchmal ist es aber auch nur eine Dreckpiste neben der neu gemachten Autostraße. Ich erreiche Groznjan rechtzeitig bevor es richtig zu regnen beginnt. Interessantes Dörfchen mit toller Aussicht, voll auf Ausflugtouristen eingestellt, aber zumindest heute nicht allzu sehr Disneyland. Unterkunft in Privatpension (was Anderes scheint es auch nicht zu geben).

 

Etappe 3 Monfalcone - Triest

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40km, flach bis auf ein paar "Wellen", Dauerregen

Die Küstenstraße zwischen Monfalcone ist im ersten Abschnitt nicht so toll: eine typische SS, die durch die Vororte von Monfalcone führt, Zubringer zur Autobahn. Im zweiten Abschnitt ist die Straße spektakulär und außerdem tendenziell leicht abschüssig. Bei schönem Wetter könnte ich diese Straße vielleicht noch mehr genießen. Ich treffe zwei Tourenradler, die sich auch nicht haben abschrecken lassen.

Jetzt mache ich Sightseeing in Triest, das mich schon bei der Einfahrt beeindruckt: Grandiose Paläste, ein alter Hafen, eine Burg, die kilometerlange Uferpromenade...

Die Klamotten habe ich zum Trocknen aufgehängt.